Die Fama-French-Risikofaktoren

 

 

Wertpapiermärkte belohnen das Eingehen von sinnvollen Risiken. Diese Risiken werden systematische Risikofaktoren (sog. Fama-French-Risikofaktoren) genannt. Diese Faktoren erklären fast 100% des Risikos und der erwarteten Rendite eines Wertpapierportfolios. Der geringe Rest ist Glück und Zufall:

 

Die vier systematischen Risikofaktoren eines Aktienportfolios sind:

das allgemeine Aktienmarktrisiko (die relative Wertentwicklung von Aktien gegenüber Anleihen: die Aktienmarktprämie oder das Beta)

die Unternehmensgröße (die relative Wertentwicklung von Aktien gegenüber anderen Aktien: kleine gegenüber große Unternehmen: Small-Cap-Prämie)

der relative Preis (die relative Wertentwicklung von Aktien gegenüber anderen Aktien: Unternehmen mit hohem Buch- zu Marktwert-Verhältnis gegenüber niedrigem Buch- zu Marktwert-Verhältnis: Value-Prämie) und

die Profitabilität (die relative Wertentwicklung von Aktien gegenüber anderen Aktien: Unternehmen mit hohem Betriebsergebnis- zu Buchwert-Verhältnis gegenüber niedrigem Betriebsergebnis- zu Buchwert-Verhältnis; mit Betriebsergebnis vor Abschreibungen abzüglich Zinsaufwand geteilt durch Buchwert)

 

Die zwei systematischen Risikofaktoren eines Rentenportfolios sind:

die Bonität (eine niedrige Kreditwürdigkeit bedingt ein hohes Ausfallrisiko) und

die Laufzeit (eine lange Laufzeit bedingt ein hohes Schwankungsrisiko bei unerwarteten Zinsänderungen)

 

Je höher der Aktienanteil und der Anteil an kleinen und Unternehmen mit niedrigeren relativen Preisen und höherer Profitibilität im Wertpapierportfolio sind, desto höher werden die erwartete Rendite und das Risiko in Form von Kursschwankungen sein.

 

Das Fama-French-Vier-Faktoren-Modell des Aktienportfolios